Meine liebste Wanderung im Tessin

Papi, wie lang na? Wenn simmer endlich döte?


Mit meinen zehn Jahren, in denen ich den Höhenweg zwischen dem Monte Lema (1620 m) und dem Monte Tamaro (1962 m) zum ersten mal bestritt, konnte ich diesem Hobby sichtlich wenig abgewinnen. Doch ein Jahrzehnt später war dies eine der ersten Wanderungen, die mich wieder an meine Liebe zu den Bergen erinnerte. Eine der wichtigsten Punkte einer gelungenen Wanderung ist für mich eine tolle Aussicht. Und dafür bekommt meine Lieblingswanderung im Süden der Schweiz 10/10 Punkte! Die Route erstreckt sich über 13 Kilometer, die man in etwa 4,5 Stunden bewältigt. Das Schöne dabei ist, dass sich die komplette Strecke über den Bergkamm zieht und man so eine Aussicht auf sehr viele der umliegenden Täler und Seen geniessen kann. Dazu zählen der Lago Maggiore, Lago di Lugano, Centovalli, Verzasca, Vallemaggia, Locarno und Bellinzona sowie natürlich das Bergpanorama an sich.



Ein weiterer schöner Punkt an der Wanderung ist, dass es einige Passagen gibt, wo man sich die Strecke etwas schwieriger oder einfacher gestalten kann. Es ist keine Wanderung, bei der extreme Höhenunterschiede zurückgelegt werden aber es besteht einige male die Möglichkeit zu entscheiden, ob man einen zusätzlichen Hügel erklimmen will oder den ebenmässigen Pfad weitergehen möchte. Entscheidet man sich für die zusätzlichen Höhenmeter, wird man allerdings mit atemberaubenden Rundumsichten belohnt, was sich meiner Meinung nach definitiv auszahlt!






Es besteht die Möglichkeit, die Wanderung in beide Richtungen zu gehen. Also sowohl mit Start in Rivera von wo aus man die Kabinenbahn zur Alpe Foppa nimmt als auch der umgekehrte Weg von Miglieglia mit der Kabinenbahn auf den Monte Lema. Rein aussichtstechnisch ist die Richtung vom Tamaro zum Lema ein Ticken schöner, da sich die Seen in Laufrichtung befinden. Trotzdem habe ich die Wanderung bisher immer in umgekehrte Richtung angetreten, da die Anschlüsse an den öffentlichen Verkehr besser gepasst haben. Da es sich um keinen Rundwanderweg handelt, muss man einen Weg zwangsläufig mit Zug und Bus zurücklegen um wieder an seinen Ausgangspunkt zu gelangen (in der Hauptsaison gibt es einen Shuttlebus). Zum Beispiel kann man also am Bahnhof von Rivera parkieren und mit dem Zug und Bus innerhalb einer Stunde nach Miglieglia fahren. Von da aus bringt einem die Bergbahn zum Gipfel des Monte Lema und man tritt die Wanderung Richtung Monte Tamaro an. Die letzte Stunde der Wanderung führt vom Monte Tamaro runter zur Alpe Foppa, wo sich sowohl ein Restaurant als auch eine Rodelbahn und die berühmte Kirche S. Maria von Mario Botta befindet. Nimmt man dann die Gondelbahn runter ins Tal, befindet man sich nach einem kurzen Fussmarsch wieder am Ausgangspunkt, wo bereits das Auto wartet.




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